Arbeitsgemeinschaft für
Ost- und Westpreußische Landeskunde

Gliederung


Aktuelles

DIES ACADEMICUS in Zusammenarbeit mit dem Haus des Deutschen Ostens

Lachen erlaubt?!  Heiteres und Tiefgründiges aus Ostpreußen

Freitag, 31. März 2017, 14.00 – 18.00 Uhr

Hörsaal E004, Universitätsgebäude der LMU, Geschwister-Scholl-Platz 1, 80539 München

Programm

14.00 Uhr bis 15.00 Uhr Heinz Starkulla, München:

„Warnascheln, klingt das grausam?“ Der Kulturhistoriker Herbert Schöffler und der ostpreußische Witz

15.15 Uhr bis 16.00 Uhr Kaffeepause

16.00 Uhr bis 18.00 Uhr Herbert Tennigkeit, Hamburg:

„Wo kommen die Marjellchens her?“
Lesung: Heitere und tiefgründige Texte ostpreußischer Autoren, Gedichte und Anekdoten aus einer fernen Heimat

anschließend kleiner Empfang

Moderation
Andreas Otto Weber, München:
Direktor des Hauses des Deutschen Ostens in München, Professor für Bayerische und Fränkische Landesgeschichte

Referenten

Heinz Starkulla jr., Privatdozent für Kommunikationswissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität München, ist Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für ost- und westpreußische Landeskunde der LMU.

Herbert Tennigkeit, geboren 1937 in Gröspelken, Kreis Tilsit, in Ostpreußen, ist Schauspieler und Sprecher. Er wirkte in zahlreichen Theater-, Film und Fernseh-produktionen mit und ist auch als Sprecher von Hörspielen bekannt. Als Rezitator hält er den Klang der ostpreußischen Mundart wach.

Zum Thema

Dass Menschen mit Wehmut an ihre verlorene Heimat denken – welcher Vertriebene und welcher Nachkomme von Vertriebenen hätte das nicht immer wieder erlebt? Denn natürlich verbindet sich mit der Erinnerung oft Leid. Doch Heimat sollte auch als Ort des Frohsinns und des unbeschwerten Lachens unvergessen bleiben können; Freude und Leid gehören beide zum Leben.

Brücken in die Heiterkeit des Heimatlichen bauen uns Schriftsteller, die Land und Leute in ihren Werken lebendig halten, Anekdoten weitergeben, Mundarten anklingen lassen. Und solche Brücken ins Ostpreußische lässt uns an diesem Dies academicus der bekannte Schauspieler und Sprecher Herbert Tennigkeit betreten. Selbst gebürtiger Ostpreuße, liest er heitere, aber auch besinnlich durchwachsene Texte weithin berühmter wie auch eher im engeren Kreise geschätzter Schriftsteller aus der Region. Werke von Siegfried Lenz und Arno Surminski zieht er dazu ebenso heran wie Werke von Günther Helmuth Ruddies, Ruth Geede, Heinrich Eichen und Ingrid Koch, um nur einige Namen herauszugreifen. Hier dürften Erinnerungen wach (oder neue Bekanntschaften angeknüpft) werden, über die wir uns auch nach
dem Vortrag austauschen können.
Es soll bei diesem Dies academicus auch an den heute zu Unrecht vergessenen Philologen und Kulturhistoriker Herbert Schöffler erinnert werden, dessen Todestag sich vor kurzer Zeit zum siebzigsten Male gejährt hat. Über den deutschen Osten hat er nicht nur religions-geschichtlich gearbeitet; speziell Ostpreußen hat er auch ein einprägsames feuilletonistisches Kapitel in seiner „Kleinen Geographie des deutschen Witzes“ gewidmet. Und wie gefährlich nahe sich harmloser Witz und verbissener weltanschaulicher Ernst kommen können, hat er am eigenen Leibe erfahren.

Vorschau

Am 13. Oktober wollen wir uns einem ernsteren Thema zuwenden und den Herbst-Dies dem Königsberger Journalisten und Kulturförderer Ludwig Goldstein widmen. Der war Feuilletonchef der Hartungschen Zeitung und leitete den Königsberger Goethebund, bis er als "Halbjude" 1933 von den Nationalsozialisten auf die Straße gesetzt wurde. Goldsteins kulturelle Aktivitäten im Goethebund wird der weltbekannte Literaturwissenschaftler - und Goethepreisträger - Guy Stern (Wayne State University, Detroit) darstellen. Die Verfolgung von Nichtariern und speziell Goldsteins wird die junge Münchener Historikerin Julia Müller-Kittnau erläutern, und über Goldsteins Journalisten-Laufbahn und seine Zeitung will der Unterzeichnete referieren. Eine detailliertere Einladung dazu wird selbstverständlich noch zeitgerecht ergehen.


Vorsitzender Priv.-Doz. Dr. Heinz Starkulla (Kommunikationswissenschaft)
Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung
Ludwig-Maximilians-Universität
Oettingenstraße 67
80538 München
Raum AU116
Tel: +49 89 2180-9404
Fax: +49 89 2180-9429
eMail: starkulla@ifkw.lmu.de
Stellvertreter
und Schriftführer:
Prof. Dr. Dr.h.c. mult. Rudolf Fritsch (Mathematik, vornehmlich Didaktik der Mathematik)
email: fritsch@math.lmu.de
Mitglieder: Prof. Dr. Jürgen Batt Angewandte Mathematik)
Prof. Dr. Petra E. Dorsch-Jungsberger (Internationale Kommunikation)
Prof. Dr. Werner Gumpel (Wirtschaft und Gesellschaft Südosteuropas)
Prof. Dr. Andreas Kühne (Geschichte der Naturwissenschaften)
Prof. Dr. Arno Mentzel-Reuters (Monumenta Germaniae Historica)

Eine enge Zusammenarbeit besteht mit der
beide erreichbar unter der Anschrift:  Ferdinand-Schulz-Allee / Am Tower 3 
D-85764 Oberschleissheim 
Telefon: +49 89 315 25 13 
Telefax: +49 89 315 30 09 
Darüber hinaus bestehen Beziehungen zum

Veröffentlichungen:

Die Vorträge, die auf Veranstaltungen der Arbeitsgemeinschaft gehalten werden, werden im allgemeinen in der Buchreihe abgedruckt. Bisher sind 7 Bände erschienen. Soweit noch vorhanden, können einzelne Bände bei der Ost- und Westpreußenstiftung in Bayern erworben werden. Alle Bände sind sowohl in der als auch in der vorhanden. Eigenständig sind erschienen: